Stadtgestaltung | Stadt Castrop-Rauxel

Stadtgestaltung

Neben dem Beirat ist eine Erhaltungs- und Gestaltungssatzung für die historische Bergarbeitersiedlung in Schwerin aufgestellt worden. Dies Satzung dient insbesondere dazu, die prägende Bausubstanz für diesen Teilbereich in ihren Grundzügen zu bewahren.

Gestaltungssatzung

Eine Gestaltungssatzung gem. § 89 der Bauordnung des Landes Nordrhein-Westfalen (BauO NRW) kann es bei baulichen Anlagen oder auch für Freibereiche geben.

Charakteristische und augenscheinliche Gestaltungsmerkmale wie die Gestaltung der Fassaden, die Dachgestaltung oder die Ausführung von Garagen sollen so erhalten bleiben. Besonderer Wert wird hierbei auf die Beibehaltung des typischen Erscheinungsbildes der Siedlung zum öffentlichen Straßenraum hin gelegt.

Gestalterische örtliche Bauvorschriften können auch als Festsetzungen in einen Bebauungsplan direkt aufgenommen werden.

Erhaltungssatzung

Erhaltungssatzungen können von einer Stadt erlassen werden, um die städtebauliche Besonderheit, die Zusammensetzung der Wohnbevölkerung oder städtebauliche Umstrukturierungen zu erhalten (§ 172 Absatz 1 BauGB). Damit sollen bestimmte Gebiete vor nachteiligen Veränderungen geschützt werden.

Erhaltungs- und Gestaltungssatzung

Die Erhaltungssatzung nach § 172 BauGB und die Gestaltungssatzung nach § 89 BauO NRW können auch kombiniert eingesetzt werden. So hat der Rat der Stadt Castrop-Rauxel am 24.08.2023 die Erhaltungs- und Gestaltungssatzung nach § 172 Abs. 1 Nr. 1 BauGB und nach § 89 Abs. 1 und 2 BauO NRW für die Bergarbeitersiedlung im Ortsteil Schwerin beschlossen.
Die Satzung dient der Erhaltung des Ortsbildes und der strukturellen Stadtgestalt der Siedlung, welche an die bergbauliche Geschichte des Ortsteils Schwerin erinnert, die diesen geprägt hat.

Für die Hauseigentümer im Geltungsbereich der Erhaltungssatzung besteht somit eine besondere Pflicht, bei geplanten Änderungen den äußeren Charakter der Gebäude und des Umfeldes zu bewahren. Bei baulichen Maßnahmen ist deshalb eine Genehmigung erforderlich. Rechtzeitig vor Beginn der Bauarbeiten ist ein entsprechender Antrag im Bereich Stadtplanung und Bauordnung zu stellen.

Im Vorfeld des Antrags empfiehlt sich ein Beratungsgespräch, in dem die Ausführung der geplanten Maßnahme ohne Beeinträchtigung der städtebaulichen Gestalt oder Struktur der geschützten Siedlung erörtert wird.