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Regelmäßiges Lüften bleibt wirkungsvollste Maßnahme in Schulen
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Symbolbild Adalbert-Stifter-Gymnasium Stadt Castrop-Rauxel
Einleitungstext

Am Mittwoch, 18. August, beginnt das neue Schuljahr. Auch die öffentliche Debatte über mobile Luftfilteranlagen in Schulen ist damit in den letzten Wochen erneut aufgekommen, und das Thema wird mittlerweile hitzig diskutiert. Bereits seit dem letzten Jahr tauschen sich in Castrop-Rauxel die Stadtverwaltung, Schulleitungen sowie die Politik regelmäßig aus, inwieweit der Einsatz von Luftfilteranlagen das Risiko einer Ansteckung mit dem Coronavirus minimieren kann und welche Fördermöglichkeiten für Castrop-Rauxeler Schulen bestehen.

Fortsetzungstext

Luftfilteranlangen ersetzen nicht das regelmäßige Lüften

Eine Studie der Universität Stuttgart, die in Kooperation unter anderem mit dem Karlsruhe Institute of Technology der Hochschule Heilbronn und dem Universitätsklinikum Tübingen stattfand, zeigte jedoch zuletzt, dass die Wirkung dieser Anlagen begrenzt ist und regelmäßiges Lüften nicht ersetzt. Dabei wurde ein halbes Jahr lang an zehn Stuttgarter Schulen die Wirkung der Filter gemessen. Auch das Bundesumweltamt weist mit Blick auf verschiedene Studien darauf hin, dass Luftfilteranlagen lediglich eine Ergänzung zum konsequenten Lüften sein können und eine Anschaffung nur in schlecht zu belüftenden Räumen sinnvoll erscheint.

 

Erfahren Sie hier mehr zur Studie der Universität Stuttgart

Erfahren Sie hier mehr zu den Ergebnissen des Bundesumweltamtes

 

In Castrop-Rauxeler Schulen sind jedoch alle Klassenräume mit weit zu öffnenden Fenstern gut zu lüften. Somit scheiden diese auch für die durch das Land Nordrhein-Westfalen angebotenen Förderprogramme aus.

Sozialdezernentin Regina Kleff: „Auch wir möchten allen Eltern und ihren Kindern die größtmögliche Sicherheit bieten. Jedoch zeigen Studien, wie die der Universität Stuttgart, dass Luftfilteranlagen leider nicht die erhoffte Alternative zum regelmäßigen Stoßlüften bieten.“

Auch Ina Scharrenbach, Ministerin für Heimat, Kommunales, Bau und Gleichstelleung des Landes Nordrhein-Westfalens, erklärt: "Sachgerecht, fachgerecht und lüftungsgerecht ist es nicht. Es ist nicht erforderlich, in jeden Klassenraum eine technische Unterstützung zu stellen. Es birgt letztendlich auch eine Scheinsicherheit.“

Vor diesem Hintergrund schließt sich die Stadt Castrop-Rauxel, in Abstimmung mit den Schulleitungen, den Empfehlungen der Universität Stuttgart und den Empfehlungen des Bundesumweltamtes an und wird lediglich in begründeten Ausnahmefällen, in denen eine ausreichende Lüftung nicht gewährleistet ist, Lüftungsgeräte anschaffen.

 

Stadt investiert fast vier Millionen Euro: Bauarbeiten in Schulen während der Sommerferien

Traditionell nutzt die Stadtverwaltung die Sommerferien dazu, notwendige Baumaßnahmen in den Schulen voranzutreiben - insbesondere Arbeiten, die im laufenden Schulbetrieb nicht möglich sind. Während dieser Ferien investiert das städtische Immobilienmanagement fast vier Millionen Euro in sieben Schulgebäude und zwei Sporthallen und lässt insgesamt 13 einzelne Maßnahmen durchführen.

Die größte Summe fließt mit 2,3 Millionen Euro in die Reaktivierung des Schulstandortes an der Waldenburger Straße, an dem nach den Ferien die Neue Gesamtschule Ickern mit vier fünften Klassen an den Start gehen wird. Im ersten Bauabschnitt erfolgt eine Fassadensanierung zur Waldenburger Straße hin. In diesem Zuge werden ebenfalls die alten Fenster ausgetauscht und ein außenliegender Sonnschutz installiert. Im Gebäude werden die WC-Anlage für Schüler und Lehrer sowie sieben Klassen-, zwei Differenzierungsräume, ein Kunstraum und ein naturwissenschaftlicher Raum sowie Nebenräume, Flure und Treppenhäuser grundsaniert. In den Räumen erfolgen neben Spachtel- und Malerarbeiten auch der Einbau eines neuen Oberbodens, einer Akustikdecke sowie die Installation neuer Heizkörper. Des Weiteren müssen die Klassenraumtüren inklusive der Zargen erneuert werden. In diesem Zuge erhält das gesamte Objekt eine neue Schließanlage. Die Unterrichtsräume sowie der komplette Verwaltungsbereich werden für digitales Arbeiten mit einer LAN/W-Lan Infrastruktur ausgestattet. Die Fünftklässler der Neuen Gesamtschule Ickern werden im ersten Schuljahr hauptsächlich das kürzlich renovierte Nebengebäude nutzen.

Weiterhin werden in der Sporthalle des Adalbert-Stifter-Gymnasiums (ASG) in der Castroper Altstadt der zweite Teil der Umkleiden erneuert sowie die Betonsanierung an den außenliegenden Stützen durchgeführt. Eine Betonsanierung findet ebenfalls an der Fassade von Haus 2 des ASG statt, und in Haus 1 wird die Eingangstreppe saniert. An der Mensa der Willy-Brandt-Gesamtschule (WBG) an der Bahnhofstraße erhalten das Flachdach sowie die dazugehörige Glaspyramide eine Sanierung. Außerdem erfolgt der zweite Bauabschnitt der Fenstersanierung. Im Schulgebäude werden die letzten beiden Außentoiletten saniert, und die Arbeiten für die Lan/W-Lan Infrastruktur sollen abgeschlossen werden.

Eine Erneuerung der Fenster, ebenfalls im zweiten Bauabschnitt, steht aktuell auch in der Martin-Luther-King-Schule am Standort Uferstraße in Ickern an. Neue Klassen- und Brandschutztüren inklusive einer neuen Schließanlage erhält die Grundschule Am Busch, und in der Sporthalle wird die ballwurfsichere Decke ausgetauscht. Als im Vergleich dazu kleinere, aber nicht weniger notwenige Maßnahmen werden in der Wilhelmschule die Treppenbeläge erneuert und im Ernst-Barlach-Gymnasium (EBG) Klassenraumtüren ausgetauscht.

Nicht alle Arbeiten werden vor Beginn des neuen Schuljahres abgeschlossen sein, jedoch wird darauf geachtet, dass in diesen Fällen der Schulbetrieb nach den Ferien so wenig wie möglich beeinträchtigt wird. Die finanziellen Mittel von insgesamt 3.976.000 EUR stammen aus unterschiedlichen Förderprogrammen sowie aus dem städtischen Haushalt.