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Die unvollendete Geschichte im Kulturrucksack: VHS sucht Ende für Roman aus der Literaturwerkstatt
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Roman "Die siebte Etage" im Kulturrucksack
Einleitungstext

„Die siebte Etage“ – so lautet der mögliche Titel des Romans, der als Gemeinschaftswerk in der Literaturwerkstatt der VHS unter Leitung der Literatur- und Lesepädagogin Heike Wulf von September bis Dezember 2020 entstanden ist. Gut 8.000 Worte erzählen bislang die spannende Geschichte von Hausmeister Georg Kolinski, der darauf besteht, als Facility Manager bezeichnet zu werden. Allein: Das Ende fehlt. Weil die Literaturwerkstatt coronabedingt nicht beendet werden konnte, sind nun andere junge Autorinnen und Autoren gefragt, die einmal ein eigenes Werk als gebundenes Buch bewundern möchten: Was passiert am Schluss der Geschichte? 

Fortsetzungstext

Zum Inhalt

An ihrem Beginn lernen die Lesenden Georg Kolinski als mies gestimmten Erzähler kennen, der seine Aggressionen nicht ganz unter Kontrolle, aber versteckt unter Ablehnung und Intoleranz dennoch einen weichen Kern hat, wenn er Kindern begegnet. Voller Groll auf das Leben, seine Exfrau und die nervigen Bewohner „seiner“ drei Hochhäuser verrichtet er seine Arbeit als Hausmeister, pardon, Facility Manager – und ist nebenberuflich in einige durchaus zwielichtige, aber einträgliche Machenschaften verstrickt, die mit der geheimnisvollen Etage 7 des Hochhauses mit dem großen Leuchtturm-Fassadenbild zusammenhängen. 

Bereits im zweiten Kapitel wechselt die Erzählperspektive und mit ihr die Sicht auf die Dinge: Ella, die junge Enkelin der Inhaberin des Tante-Emma-Ladens im Erdgeschoss des Leuchtturm-Hauses, bringt kindlichen Schwung in die Geschichte, wenn sie die Lesenden einen Blick in ihren Alltag werfen lässt, in dem sie hin und wieder auch dem allgegenwärtigen Georg Kolinski begegnet. So geht es auch Elena, einer Teenagerin mit zwei älteren Brüdern und zwei Müttern aus dem benachbarten Haus mit dem Wellenmotiv auf der Fassade, und Elisabeth, die mit ihren wohlhabenden Eltern vor Kurzem in eine der neuen Luxuswohnungen des Leuchtturm-Hauses, eingezogen ist. Die vier Protagonisten wechseln sich mit dem Erzählen entlang des roten Fadens der Handlung gekonnt ab und offenbaren jeweils ihre ganz eigenen charakteristischen Gedanken und Gefühle.

Genau die geraten bei allen in Aufruhr, als die drei Mädchen beginnen, um das Geheimnis der 7. Etage des Leuchtturm-Hauses zu rätseln. Warum hält der Fahrstuhl nie im 7. Stockwerk? Wieso ist die entsprechende Tür im Treppenhaus verschlossen? Was sind das für seltsame Geräusche, die nachts aus der Etage zu hören sind, und warum zum Teufel braucht Kolinski jede Menge Eis und Haarwaschmittel, obwohl er doch eine Glatze hat? Ella, Elena und Elisabeth lassen die Lesenden an ihren Beobachtungen teilhaben und notieren alles, was ihnen seltsam erscheint. Schließlich gelingt es den drei Detektivinnen sogar, den Fahrstuhl im 7. Stock zum Halten zu bringen – doch was dort schließlich passiert, das ist noch nicht geschrieben.

Bereits fertig: Elf Romankapitel im Kulturrucksack ab 29. März

Die fertig gestellten ersten elf Romankapitel, die zwar aus verschiedenen Federn stammen, aber dennoch wie aus einem Guss scheinen, finden Interessierte in den Kultur Care Paketen des Kulturrucksacks, der ab Montag, 29. März, von der VHS an der Geschäftsstelle Widumerstr. 26 ausgegeben wird. Dafür muss telefonisch ein Termin unter 02035 / 5488410 vereinbart werden. 

Gesucht: zwei fehlende Kapitel am Ende des Romans

Gesucht werden nun die letzten beiden Roman-Kapitel mit zusammen maximal 1.400 Wörtern, die mit dem Einverständnis zur Veröffentlichung bis zum 3. Mai per E-Mail an vhs@castrop-rauxel.de geschickt werden können. Aus allen Einsendungen wählt das Team der VHS drei End-Versionen aus, die mit dem Roman zusammen, voraussichtlich in einer Auflage von 40 Exemplaren, gedruckt werden und dann in der Stadtbibliothek kostenfrei erhältlich sein werden.

Zur Leiterin der Literaturwerkstatt

Literaturwerkstatt-Leiterin Heike Wulf, aus deren Feder Georg Kolinski selbst stammt, lebt als Schriftstellerin und Lese- und Literaturpädagogin in Dortmund. Sie arbeitet als Vortragsdozentin und Herausgeberin und leitete jahrelang das von ihr entwickelte Wort-Café und das Kinder-Wort-Café in der Mayerschen Buchhandlung in Dortmund. Eine ihrer zahlreichen Veröffentlichungen ist ihr erster Krimiband „Am Abgrund ist die Aussicht schöner“ aus dem Jahr 2011.

Für das fehlende Romanende wünscht die VHS allen kreativen Köpfen spannende Einfälle und gute Ideen!

Der unvollendete Roman: "Die siebte Etage"