Startseite | Stadt Castrop-Rauxel

Castrop-Rauxel.de aktuell

Überschrift
Gedenkmarsch und Stadtführung zur Erinnerung an die Reichspogromnacht 1938
Bild
Veranstaltungsplakat zum Gedenk- und Schweigemarsch
Einleitungstext

Gemeinsam rufen der Stadtjugendring und das Team Jugendarbeit der Stadtverwaltung am Freitag, 8. November, zum Gedenk- und Schweigemarsch auf.

Am Sonntag, 10. November, bietet die Volkshochschule Castrop-Rauxel eine kostenlose Führung zur Geschichte Castroper Bürger jüdischen Glaubens durch die Altstadt.

Fortsetzungstext

Gedenk- und Schweigemarsch

Treffpunkt ist um 17.00 Uhr vor dem Jüdischen Friedhof an der Oberen Münsterstraße. Ab ca. 17.30 Uhr folgt die Abschlusskundgebung am Simon-Cohen-Platz, dem Standort der ehemaligen Synagoge.

Im Anschluss laden die Veranstalter in das Jugendzentrum BoGi's Café, Leonhardstraße 2, ein. Mitglieder des Kinder- und Jugendparlaments lesen dort aus literarischen Werken und zeigen einen Film in Gedenken an die Novemberpogrome.

Ganz bewusst wird der Gedenk- und Schweigemarsch in diesem Jahr einen Tag vor dem 9. November stattfinden und damit anregen, ganz individuell darüber nachzudenken, wie man selbst handeln würde, würde man wissen, das am folgenden Tag ein Anschlag auf eine Synagoge verübt wird.

"In unserem Land gibt es rund 80 Jahre nach der Reichspogromnacht einen Rechtsruck. Das zeigen Meinungsäußerungen auf Demonstrationen sowie in sozialen Netzwerken oder aktuelle Wahlergebnisse. Rechtspopulistisches Denken macht auch nicht vor dem Bundestag halt. Es gab rassistische Übergriffe auf Juden und Flüchtlinge und einen Anschlag auf die Synagoge in Halle (Saale). Es gilt gemeinsam für die Bürger- und Menschenrechte für alle Menschen einzustehen. Am Tag davor!" betonen die Veranstalter.

 

Führung zur Geschichte Castroper Bürger jüdischen Glaubens

Eine Führung zur Geschichte Castroper Bürger jüdischen Glaubens bietet die VHS in Zusammenarbeit mit dem Stadtarchiv am Sonntag, 10. November, an. Im Gedenken an die Reichspogromnacht 1938 besuchen die Teilnehmer dieses Stadtrundgangs die Orte ehemaligen jüdischen Lebens in Castrop. Fast 250 Jahre prägten jüdische Handwerker und Kaufleute das Leben dieser Stadt entscheidend mit und hinterließen z. B. eine Reihe von architektonischen Glanzlichtern am Castroper Markplatz. Den Abschluss des ca. 90minütigen Rundganges bildet der Besuch des jüdischen Friedhofes an der Oberen Münsterstraße, den ältesten erhaltenen seiner Art im Kreis Recklinghausen.
Treffpunkt ist um 15.00 Uhr das Bürgerhaus, Leonhardstraße 4. Die Teilnahme ist kostenfrei.